1989 – 1998

Die Jahre 1989 – 1998

1989

16.06.1989:

Bei Versuchen im Chemieunterricht während einer Projektwoche kommt es zu einer Explosion. Ein Lehrer und ein Schüler werden schwer, zwei weitere Schüler mittelschwer verletzt.

1991

31.01.1991:

Schulleiterin Frau Dr. Gerling wird als Gesamtschul-Dezernentin beim Regierungspräsidenten in Düsseldorf berufen und wird feierlich verabschiedet. Stellvertreter Gerd Czok übernimmt die Schulleitung zunächst kommissarisch, ab Dezember 1992 dann als Schulleiter.

April 1991:

Austauschschüler aus St. Etienne besuchen die Schule.

Oktober 1991:

Im Peter Hammer Verlag erscheint ein Kinderbuch über “Jaqueline, ein Mädchen aus Nicaragua”, das während einer Projektwoche an der Gesamtschule entstand. Nun besucht Jaqueline für zwei Wochen die Schule, wo sie u.a. mit einem nicaraguanisch-deutschen Essen in der Mensa empfangen wird.

1992

Januar 1992:

Maria Luisa Rizo Blandon, ehemalige Schulleiterin der Schule “El Progreso” und Vorsitzende des Städtepartnerschafts-Vereins Wuppertal – Matagalpa / Nicaragua, besucht die Gesamtschule Ronsdorf.

1993

21.01.1993:

Das erste Wuppertaler Schülerrockfestival, ins Leben gerufen von Kalle Waldinger, erlebt einen Rekorderfolg.

März 1993:

“Zeit zu handeln”, unter diesem Motto steht ein Rockkonzert gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit als Reaktion auf einen Brandanschlag in Solingen, bei dem fünf türkische Bürger starben. Den Erlös des Konzertes in Höhe von 2050,-DM wird von SV-Lehrer und Mitorganisator Klaus Schreiber an das Flüchtlingsheim an der Lilienstraße übergeben.

19.05.1993:

Einweihung der neuen Schulsportanlage “An der Blutfinke”. Damit ist im Sportunterricht nunmehr auch Leichtathletik möglich.

Juli 1993:

Aufführung des Musicals “Mary Poppins”

21.10.1993:

Eröffnung der Ausstellung “Quer fällt ein” mit Arbeiten aus dem Kunstunterricht der Gesamtschule Ronsdorf.

September 1993:

Einführung des “Wendo” – Projekts als Selbstverteidigungs- und Selbstsicherheitstraining für Mädchen. Gleichzeitig wird ein Projekt
zur Jungenförderung ins Leben gerufen

1994

Juni 1994:

Aufführung des Musicals “Tag X”, Drehbuch und Regie G.Czok, Komposition und Leitung W.Steinmaßl.

November 1994:

Für drei Wochen ist die Deutschlehrerin Ludmilla Alexandrowa aus Estland als Gast an der Schule. Ihr zusammenfassender Eindruck: “Die Schüler lernen hier, frei ihre Gedanken zu formulieren. Das ist ein Stück Demokratie, das wir in Estland noch lernen müssen.”

1995

16.03.1995:

Ein Schüler der Gesamtschule erringt beim Wettbewerb “Jugend forscht” im Fachbereich Chemie gleich mehrere Auszeichnungen.

Erste Überlegungen, die Schule nach Erich Fried zu benennen, werden zunächst von einer kleinen Gruppe um Schulleiter Gerd Czok angestellt. Eine erste Befragung des Kollegiums zeigt eine deutliche Mehrheit für eine solche Benennung. Im weiteren wird juristischer Rat eingeholt und der Antrag auf die Benennung der Schule in deren Mitwirkungsgremien diskutiert.

Mai 1995:

In der Aula der Schule lesen Schriftsteller vor OberstufenschülerInnen zum Thema Vertreibung und Exil. Im Anschluss an die Lesung ergibt sich ein reges Gespräch.

Juni 1995:

13 SchülerInnen des Gymnasiums Postowa aus der slowakischen Partnerstadt Kosice besuchen die Gesamtschule und setzen damit eine seit 1991 bestehende Tradition des Schüleraustausches fort, die 1992 in einem Partnerschaftsvertrag verankert wurde.

07.07.1995:

Feierliche Verabschiedung von Christel Harz durch die Schulgemeinde. Frau Harz war Mitbegründerin der “Initiative weiterführende Schule Ronsdorf” und zuletzt als Geschäftsführerin des Mensavereins tätig.

Oktober 1995:

Auf großes Interesse stößt der Vorschlag von Schulleiter Gerd Czok bei seinem amerikanischen Kollegen Don Brown von der Bell
High School, einen Schüleraustausch anzustreben. Der Kontakt kommt auf einer Schulleitertagung in der Nähe von Dallas zustande und führt nicht nur zum wechselseitigen Besuch deutscher und amerikanischer Schüler, sondern auch dazu, dass Gerd Czok Ehrenbürger von Dallas wird.

1996

21.05.1996:

Aus dem Protokoll der Lehrerkonferenz zum Tagesordnungspunkt “Entwicklung eines Schulprofils”: “Nun erwachen verschiedene Interessen und in der nachfolgenden Diskussion versuchen manche RednerInnen sich, ihr Fach oder gar die Schule zu profilieren.
Der Disput mündet in die entscheidende Frage nach dem verfassungsmäßigen Rang von Sport und Religion. Ein sich anbahnendes Duell wird verhindert, was zumindest dieses Kollegium als friedliebend profiliert.”

19.08.1996:

Die Lehrerkonferenz beschließt bei einer Gegenstimme und einigen Enthaltungen den Antrag auf Benennung der Schule nach Erich Fried.

20.12.1996:

Schulleiter Gerd Czok wird in den vorzeitigen Ruhestand entlassen und feierlich verabschiedet. Stellvertreter Rolf Fenner wird kommissarischer Schulleiter.

1997

Januar 1997:

Auf dem Dach der Schule wird die Solaranlage in Betrieb genommen. Die Kosten von 100.000,-DM teilen sich der Förderverein der Schule, die Wuppertaler Stadtwerke und das Land. Auch Ronsdorfer Firmen leisten als Sponsoren einen Beitrag, indem sie die Anlage kostenlos installieren. Die Schule erhält 56,6 Pfennig für jede Kilowatt-Stunde, die sie in das städtische Netz einspeist.

05.02.1997:

Nach Zustimmung des Rates der Stadt Wuppertal führt die Schule nun offiziell den Namen “Erich-Fried-Gesamtschule Wuppertal-Ronsdorf”.

03.06.1997:

Das Streitschlichter-Projekt wird ins Leben gerufen.

11.06.1997:

Rolf Fenner wird vom Schulausschuss der Bezirksregierung als neuer Schulleiter vorgeschlagen. Stellvertretende Schulleiterin wird Sibylle Wallosek.

08.10.1997:

Gründung der Erich-Fried-Gesellschaft, die nach 2 Jahren mangels Interesses wieder aufgelöst wird. In dieser Zeit werden von der Gesellschaft drei Erich-Fried-Preise an sozial besonders engagierte Schülerinnen und Schüler vergeben.

1998

Dezember 1998:

Proteste gegen Pläne der Stadt, die Schulbibliothek zu schließen. Später übernehmen nach Abzug der städtischen Bibliothekarinnen engagierte Mütter die Weiterführung der Bibliothek, die durch die Gründung eines Bibliotheks-Vereins im März weiter finanziert werden kann.

Theater-AG-Projekt des Schuljahres: “Die Märchenmafia – eine Parodie” unter Leitung von Inga Isele, Angela Müller und Detlev Vollmann.