Studienfahrt Gardasee

3 . November 2014

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Pizza, Pasta und Gelato – zum Abschluss an den Lago di Garda

Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn,
Im dunklen Laub die Goldorangen glühn,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht?
Kennst du es wohl?
Dahin! Dahin
Möcht ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn! ( J.W. von Goethe)

Wir fahren zum größten See Italiens, mit flachen Stränden, malerischen Buchten, Steilufern und einer farbenprächtigen Landschaft – wir fahren zum Gardasee. Am Seeufer entlang reihen sich historische Städtchen und mittelalterliche Burgen. Viele Restaurants, Pizzerien, Cafés, Eisdielen, welche natürlich gerne und oft von uns besetzt werden. Für so eine große Truppe wie die unsere eine tolle, große und vielfältige Region.

Am Freitagabend, den 26. September 2014 fahren wir trotz Verspätung an der Blutfinke los und kommen nach 14 Stunden glücklich und ein wenig müde an. Untergebracht sind wir am Camping Platz „Camping Wien“ im Süden vom Gardasee, in Bungalows mit je vier Betten.

Den ersten Tag gehen wir sehr ruhig an, die meisten sitzen nach der Erkundung der Umgebung von San Benedetto und Peschiera am Gardasee, unterhalten sich oder ruhen sich einfach von der anstrengenden Fahrt aus. Sonntag haben wir dann schon ein recht volles Programm: Los geht’s bereits um 8:00 Uhr nach Lazise. Dort angekommen, beginnt für uns eine zweistündige Schiffsfahrt nach Malcesine. Nach einem kurzen Aufenthalt in dem Städtchen geht’s am Nachmittag per Bus weiter nach Verona. Eine nette Stadtführerin gibt uns interessante Einblicke in die Geschichte und Entstehung der Stadt. Die Highlights dieser Tour sind definitiv der durch Shakespeare weltweit berühmte Balkon von Romeo und Julia und das gut erhaltene römische Amphitheater “Arena”, das drittgrößte seiner Art.

Zurück am Campingplatz lassen wir den Tag langsam – aber auch lange – ausklingen. Auch der Nachtwächter lernt uns kennen – und lieben. ;)

Den Eingang zum historischen Zentrum des malerischen Örtchens Sirmione bildet das eindrucksvolle Skaliger-Kastell, ein großartiges Bauwerk, trutzig und stark, welches wir am Montag besuchten. Leider können wir die Burg nur von außen betrachten, da montags alle Museen am Gardasee geschlossen sind. Aber in Sirmione gibt es genug: Zahlreiche Kirchen, Glockentürme und wunderschöne Fresken zeugen dort von der Vergangenheit. An dem Tag kommen wir früh genug zurück und haben Zeit, den See genauer unter die Lupe zu nehmen, Sonne und die warmen Temperaturen machen es möglich, wir wagen den Sprung ins gar nicht so kalte Wasser.

Die Zeit vergeht so schnell. Es ist schon Dienstag, als wir unser nächstes Ziel ansteuern: Venedig, die weltberühmte Lagunenstadt im Wasser. Und wir nehmen den wohl schönsten Weg, über den man sich der Stadt nähern kann: übers Wasser. Mit dem Boot landen wir direkt in der Nähe des berühmten Markusplatzes. Dort erwartet uns unsere Stadtführerin, die uns knapp zwei Stunden durch Venedig führt. Vom Markusplatz aus erfahren wir viel über die Architektur dieser Stadt. Wir bekommen etwas zu den uralten Baustilen und zur Geschichte des Doms erzählt. Im Inneren bewunderten wir monumentale Goldmosaike, byzantinische Ikonen und den mit wertvollen Edelsteinen besetzten goldenen Altar. Sie erzählt uns noch etwas über die engen Gassen, die Baustile der Venezianer und die Kanäle mit ihren prunkvollen Gondeln. Und wir bekommen echtes Insiderwissen zur am Vortag stattgefundene Hochzeit von George Clooney.

Nach der Rückkehr erreicht die Euphorie ihren Höhepunkt bei einem gemeinsamen Liederabend, mit Gitarrenbegleitung von Herrn Schröder und Frau Flowerday.

Unser letzter Tag steht ganz unter dem Motto „Sport“ – leider in Kombination mit jeder Menge Regen. Auf dem Programm stehen Kajaktour, Stand up paddeling, Mountainbike und Canyoning. Zum Schluss kommt sogar noch einmal die Sonne durch.

Den letzten Abend – und damit eine wunderschöne Woche – beenden wir mit einem Discoabend im Pavillon und einer letzten Nacht auf unsren Bungalowterrassen, bevor wir schlussendlich am Donnerstagabend alle wieder wohlbehalten in Wuppertal ankommen.

Was kann man jetzt noch hinzufügen? Diese Italienfahrt war wirklich gelungen und hat wohl jedem trotz etwas komplizierter Bus-Organisation recht viel Spaß gemacht. Mich persönlich haben vor allem die einzigartige Landschaft und die unzähligen Sehenswürdigkeiten sowie die prachtvollen Bauten mit ihrer bewegten Geschichte am Gardasee sehr begeistert. Ich denke, der ein oder andere hatte dasselbe empfunden.

Deswegen glaube ich, dass die Studienfahrt unseren kulturellen Wissensdurst gestillt hat. Wir hatten eine sehr schöne Zeit an die wir uns noch lange und gerne erinnern werden, was definitiv auch der Verdienst unserer sehr engagierten Lehrer ist.

Noch einmal ein großes Dankeschön im Namen aller Schüler des Jahrgangs an Herrn Schröder, Frau Kern und Herrn Do. Diese Lehrer haben sich spontan bereit erklärt die restlichen Koffer, welche nicht in den Bus gepasst haben, mit nach Italien zu befördern. Ein weiteres Dankeschön geht an Frau Flowerday und Herrn Högen, die uns 103 Schüler in den Bussen nicht alleine gelassen haben.

Das Programm war schön. Die Stimmung unter uns Schülern und Lehrern war super. Das Wetter war auf unserer Seite.

Unsere Studienfahrt war absolut die beste!

Danke für diese Fahrt!

PS: Goethe war bereits vor uns in Italien, jetzt wissen wir auch warum. Er hinterließ dort unerkenntlich seine Spuren und soll auch hier seine Spuren zurücklassen.

Text: Sevgi Kilic

 

 

 

 

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