Comenius in der SII

COMENIUS – Schüleraustauschprogramm in der Sekundarstufe II

Das Comenius Projekt basiert auf der Zusammenarbeit zwischen mehreren europäischen Schulen. In der Sekundarstufe II sind dies: Erich-Fried-Gesamtschule (Wuppertal, Deutschland), Gemini College (Ridderkerk, Holland), Kauniaisten Lukio (Kauniainen, Finnland), Pirita Majandusgymnasium (Talinn, Estland), Ahmet Erdem Anadolu Lisesi (Bursa, Türkei) und Liceo Scientifico A.F.Formiggini (Sassuolo, Italien). Schüler/innen sowie Lehrer/innen arbeiten projektorientiert an gemeinsamen Oberthemen.

Ziel ist es, durch internationale Kooperation projektorientiertes, selbstständiges und interkulturelles Lernen zu fördern, sowie die Fremdsprachenkompetenz zu erweitern.

Dies beinhaltet:
die Förderung von Teamarbeit und Kreativität
das Arbeiten in und mit der Kultur sowie Lebenswirklichkeit anderer europäischer Länder
das Kennen lernen anderer Schulsysteme und des Lebens in einer ausländischen Gastfamilie
den Abbau von möglichen Vorurteilen und Stereotypen sowie den Aufbau von Toleranz und Solidarität
die Erweiterung der Fremdsprachenkompetenz (Englisch) in realen Situationen
die vertiefte Praxis im Umgang mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien sowie mit unterschiedlichen Präsentationsformen
Auch im Bereich der Schulentwicklung leistet dieses Projekt einen Beitrag: durch das Kennen lernen und den Vergleich unterschiedlicher Praktiken in verschiedenen europäischen Ländern kann die Qualität des eigenen Systems verbessert werden.
Aus diesem Grunde strebt unsere Schule eine ELOS Zertifizierung an, die dem Lernniveau der Schule eine gewisse Qualität bescheinigt.
Zentrale Inhalte

Pro Jahr finden in zwei Austauschwochen gegenseitige Projekttreffen zwischen den Partnerschulen statt. Hier kommen Schüler/innen
in Begleitung ihrer Fachlehrer/innen zusammen, um in Workshops, Diskussionsforen und Exkursionen zum Oberthema zu arbeiten,
zu recherchieren und zu diskutieren. Jedes Jahr gibt es eine unterschiedliche Kombination von zwei bis drei Partnerschulen, so dass die teilnehmenden Schulen im Rahmen des Projekts nach Möglichkeit jedes Jahr die Kultur eines anderen Landes kennen lernen können.
Darüber hinaus gibt es jedes Jahr im September ein Treffen der Koordinatoren der einzelnen Schulen, auf dem der organisatorische Rahmen des kommenden Jahres festgelegt wird und Überlegungen zur weiteren inhaltlichen Gestaltung des Projektes ausgetauscht werden.
Organisation

Das Projekt ist angebunden an den oder die Leistungskurse Englisch des 12 Jahrgangs.
Jede Schülerin und jeder Schüler erhält im Vorfeld der Austauschwochen einen Partner / eine Partnerin, so dass ein erstes Kennen lernen der Gruppen bereits im Vorfeld des eigentlichen Austausches stattfinden kann.
Die Austauschwochen (eine Woche hier in Wuppertal – eine Woche in der Stadt der jeweiligen Partnerschule) finden in der Regel im März und im Mai statt.

Die Verbindung zwischen den Partnern außerhalb der Austauschwochen wird durch E-Mail Kontakt oder über eine Internetplattform
(z.B. Moodle) gehalten. Hier werden auch Ergebnisse vorgestellt und in Foren sowohl auf Schüler- als auch auf Lehrerebene diskutiert.

Das Programm für “Lebenslanges Lernen” wird aus den Mitteln der Europäischen Union unterstützt. Die Unterstützung soll verwendet werden für Materialkosten und projektbezogene Exkursionen sowie die Programmgestaltung der Austauschwochen. Durch die langfristige Planung sowie den Aufenthalt in Gastfamilien ist es immer wieder möglich, relativ große Gruppen von Schüler/innen
(bis zu 40) an den Austauschwochen in den Ländern der Partnerschulen teilnehmen zu lassen.

Neben den oben erwähnten kulturellen Bezügen ist die Projektarbeit in der Sekundarstufe II fächerübergreifend in den Fachunterricht des Leistungskurses Englisch eingebettet: im thematischen Bereich durch z.B. “international peace-keeping” oder “multiculturalism” und im methodischen Bereich durch z.B. “presentation skills”.

Darüber hinaus versuchen wir durch den Einbezug der lokalen Politik und der Presse die Idee der europäischen Zusammenarbeit in den Stadtteil Ronsdorf hineinzutragen. Somit kann durch ein solches Projekt auch der Grundsatz der Erziehung Jugendlicher zu mündigen Staatsbürgern weiter vorangetragen werden.

Nach den positiven Erfahrungen der letzten Jahre streben wir eine weitere Zusammenarbeit auf europäischer Ebene an. Dabei sollen die bestehenden Kontakte intensiviert werden und gleichzeitig werden neue Partnerschulen gesucht. So sind für die Fortführung in
den kommenden Jahren bereits konkrete Schulen aus Bulgarien, Kroatien, Rumänien und Griechenland im Gespräch.