Neue Klassenpaten im 5. Jahrgang

Klassenpaten 2015-16

Erfahrungen einer Schüler-Patin:

 Das Patensystem

„Das Patensystem soll den Schülern der 5.Klasse den Einstieg in die neue Schule erleichtern. Ich selbst habe an diesem System mit großer Freude teilgenommen. Für mich begann die Patenschaft in der 11. Klasse. Mit zwei weiteren Paten übernahm ich die Patenschaft für eine fünfte Klasse und fungierte dort nicht nur als Vermittler zwischen Lehrern und Schülern, sondern war auch Ansprechpartner für persönliche Probleme. Ich war auch eine Freundin.

Begleitet habe ich die SchülerInnen von der fünften bis zu siebten Klasse. Ich ging mit auf Wandertage und war auch bei den Weihnachtsfeiern, die jedes Jahr in der Klasse gefeiert wurden, dabei.

Oft war es so, dass mich einige Schüler (die von uns „die Kleinen“ genannt wurden, auch wenn sie mittlerweile zum Teil größer sind als wir) in meinen Freistunden aufsuchten, um mit mir verschiedene Sachen zu besprechen. Das ging von persönlichen Anliegen über lustige Geschichten aus der Freizeit bis hin zu schulischen Problemen.

Als ich vor zweieinhalb Jahren in die Klasse kam, hätte ich nicht gedacht, dass die „Kleinen“ sich auch in der siebten Klasse noch immer so freuen würden mich zu treffen und mir alle möglichen Dinge erzählen würden.

Zu Beginn unserer Patenschaft holten wir die Klasse in kleinen Gruppen aus einer Freiarbeitsstunde und machten kleine Spiele. Davon erzählen sie bis heute und zu sehen, wie sehr sie sich darüber freuen, macht riesig Spaß.

Auf den Wandertagen hatten wir die Möglichkeit, die Klasse noch besser kennenzulernen und uns mehr Zeit für Einzelne zu nehmen, damit konnten wir den Lehrern auch ein bisschen Arbeit abnehmen.

Ich hoffe, dass wir den Kleinen viele Sachen mit auf den Weg geben konnten. Aber auch wir konnten von ihnen etwas lernen. Wenn man mit ihnen unterwegs war, hatte man selber das Gefühl wieder ein Kind zu sein. Sie gaben mir eine Leichtigkeit und ich konnte einfach den Tag genießen. Wir konnten z. B. den Stress der Klausurphase vergessen – das hat wirklich gut getan. Als wir uns bei ihnen verabschiedeten, weil wir nun die Schule verlassen würden, mussten wir sogar ein paar Tränen zurückhalten. Die Klasse wird uns auf jeden Fall fehlen. Wir werden sie sicherlich später einmal besuchen, das mussten wir ihnen versprechen.

Auch wenn es manchmal anstrengend war, kann ich es nur weiterempfehlen, eine Patenschaft zu übernehmen, weil man ganz viel mitnehmen und auch weitergeben kann.

Ich bin froh, dass ich mich dazu entschlossen habe daran teilzunehmen.“

Text: Jenny Bücheler (Abiturjahrgang 2015)

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