Erasmus+ in der S I

Erasmus + – Schüleraustauschprogramm in der Sekundarstufe I

Das Erasmus+ Projekt (ehemals Comenius) basiert auf der Zusammenarbeit zwischen mehreren europäischen Schulen. In der Sekundarstufe I sind das: Erich-Fried-Gesamtschule (Wuppertal, Deutschland), Gemini College (Ridderkerk, Holland), Instituto La Vaguada (Zamora, Spanien) und Collège Marthe Dupeyron (Langogne, Frankreich), Istituto Comprensivo Sassuolo 4° Ovest (Sassuolo/ Italien). Schüler/innen sowie Lehrer/innen arbeiten projektorientiert an gemeinsamen Oberthemen.

Ziel ist es, durch internationale Kooperation projektorientiertes, selbstständiges und interkulturelles Lernen zu fördern, sowie die Fremdsprachenkompetenz (Arbeitssprache Englisch) zu erweitern.

Dies beinhaltet:

  • die Förderung von Teamarbeit und Kreativität
  • das Arbeiten in und mit der Kultur sowie Lebenswirklichkeit anderer europäischer Länder
  • das Kennen lernen anderer Schulsysteme und des Lebens in einer ausländischen Gastfamilie
  • den Abbau von möglichen Vorurteilen und Stereotypen sowie
  • den Aufbau von Toleranz und Solidarität
  • die Erweiterung der Fremdsprachenkompetenz (Englisch) in realen Situationen
  • die vertiefte Praxis im Umgang mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien sowie mit unterschiedlichen Präsentationsformen

Auch im Bereich der Schulentwicklung leistet dieses Projekt einen Beitrag: durch das Kennen lernen und den Vergleich unterschiedlicher Praktiken in verschiedenen europäischen Ländern kann die Qualität des eigenen Systems verbessert werden.

Pro Jahr finden in zwei Austauschwochen gegenseitige Projekttreffen zwischen den Partnerschulen statt. Hier kommen Schüler/innen in Begleitung ihrer Fachlehrer/innen zusammen, um Oberthemen in Workshops zu erarbeiten und Exkursionen zu unternehmen. Jedes Jahr gibt es eine unterschiedliche Kombination von zwei bis drei Partnerschulen, so dass die teilnehmenden Schulen im Rahmen des Projekts nach Möglichkeit jedes Jahr die Kultur eines anderen Landes kennen lernen können.
Darüber hinaus gibt es jedes Jahr im September ein Treffen der Koordinatoren der einzelnen Schulen, auf dem der organisatorische Rahmen des kommenden Jahres festgelegt wird und Überlegungen zur weiteren inhaltlichen Gestaltung des Projektes ausgetauscht werden.

Organisation (S I)

Das Projekt ist angebunden an eine AG. Diese beginnt im zweiten Halbjahr des 6. Schuljahres. Der Austausch findet dann im 7. Schuljahr statt.
Die Schüler/innen der Sekundarstufe I beginnen die Vorbereitung des Austausches im 6. Schuljahr anhand von internetgestützter Kommunikation mit den Schülern der Partnerschulen (TWIN SPACE). Bei diesem sogenannten SMYLE-Projekt stellen sich die Schüler selbst, sowie die eigene Stadt und die Schule etc. gegenseitig vor.  Danach erhält jeder Schüler einen festen Partner in dessen Familie er eine Woche lang wohnt, und der von seiner eigenen Familie aufgenommen wird.

Das Erasmus+ Programm wird aus den Mitteln der Europäischen Union unterstützt. Durch die langfristige Planung sowie den Aufenthalt in Gastfamilien ist es immer wieder möglich, relativ große Gruppen von Schüler/innen an den Austauschwochen in den Ländern der Partnerschulen teilnehmen zu lassen.
Das Schulprogramm der Erich-Fried-Gesamtschule beinhaltet als Zielsetzung, dass unsere Schüler/innen vertiefte methodische Kompetenzen erwerben sollen, die ihnen die selbstständige Aneignung unterschiedlicher Gegenstände ermöglichen. Diese Zielsetzung findet ihre Entsprechung in unserem Methodencurriculum, und z.B. der Freiarbeit in allen Jahrgängen der Sekundarstufe I.
Darüber hinaus versuchen wir durch den Einbezug der lokalen Politik und der Presse die Idee der europäischen Zusammenarbeit in den Stadtteil Ronsdorf hineinzutragen. Somit kann durch ein solches Projekt auch der Grundsatz der Erziehung Jugendlicher zu mündigen Staatsbürgern weiter vorangetragen werden.
Nach den positiven Erfahrungen der letzten Jahre streben wir eine weitere Zusammenarbeit auf europäischer Ebene an. Dabei sollen die bestehenden Kontakte intensiviert werden und gleichzeitig werden weitere Partnerschulen gesucht.