Inklusion

Inklusion – gemeinsames Lernen in den Integrationsklassen

Inklusion wird von uns verstanden als ein umfassendes Konzept des menschlichen Zusammenlebens – also der Ausrichtung der Schule auf die unterschiedlichen Voraussetzungen von Kindern und Jugendlichen. Das Ziel aller Maßnahmen ist, die gemeinsame Bildung und Erziehung für unsere Schülerinnen und Schüler zu verwirklichen und die erreichten Standards unserer pädagogischen Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote im Interesse der Kinder und Jugendlichen abzusichern und weiter zu entwickeln.

Die Erich-Fried-Gesamtschule weist drei Integrationsklassen auf.

Die Klassenteams bestehen aus mindestens einem Klassenlehrer und dem Förderschullehrer. In einer der Integrationsklassen teilen sich Förderschullehrer und Klassenlehrer die Klassenleitung.Zu den Teams zählen auch ein bis zwei Integrationskräfte.

Seit dem Schuljahr 2012/13 existiert die Fachkonferenz „Gemeinsames Lernen“. Hier wird an der Fortentwicklung des Konzepts, Optimierung von Unterrichtsprozessen, insbesondere von Methoden, Sozialformen, Inhalten, Lehrmitteln und der Entwicklung von Förderbändern gearbeitet.

Für den Unterricht der Integrationsklasse stehen neben den Klassenräumen Förderräume zur Verfügung. Die Förderräume bieten die Möglichkeit, die Schülerinnen und Schüler bei Bedarf und individuellem Lernfortschritt räumlich differenziert zu unterrichten. Ein Wechsel der Unterrichtsform sowie ein individueller Rückzug von Förder- oder Expertengruppen ist jeder Zeit möglich.

Die Aufgabenverteilung in dem Klassenteam ist fließend. So ist der Förderschullehrer auch Klassenlehrer und der Klassenlehrer auch Lehrer der Förderschüler. Die Arbeit der sonderpädagogischen Lehrkräfte ist nicht beschränkt auf den Einsatz im Unterricht, sondern umfasst auch andere Aufgabenfelder. So sind exemplarisch die Einführung möglicher didaktischer Modelle für den Unterricht z. B. innere Differenzierung durch Teamteaching, äußere Differenzierung durch Kleingruppenförderung, offene Unterrichtsformen, Absprache möglicher Kommunikationswege und Verankerung von Beratungs- oder Besprechungsstunden zu nennen.

Die Integrationskräfte kümmern sich schwerpunktmäßig um die angemessene Teilhabe der Förderschülerinnen und –schüler am Schulleben der Klasse.

Der gemeinsame Unterricht

Im gemeinsamen Unterricht wird stets zieldifferent gearbeitet. Die Differenzierung geschieht hinsichtlich Lernumfang, Zeit, Lernziel, personeller Hilfe und Medieneinsatz. Als Leitmotiv gilt der Gedanke:

„So viel wie möglich gemeinsam, so wenig wie nötig getrennt.“

Im Unterricht kooperieren Regelschullehrer und Förderschullehrer auf unterschiedliche Art und Weise. So finden sich Team Teaching, Parallel Teaching, Remedial Teaching und andere Arten kooperativer Lehrformen im gemeinsamen Unterricht wieder.

Als Methoden kommen zur Anwendung:

– kooperatives Arbeiten

– Freiarbeit: individuelles Arbeiten an strukturierten Materialien

– Schüler- und handlungsorientierte Unterrichtsangebote

– Schülergespräche / Schüler unterrichten Schüler

– Projektunterricht

– Fächerübergreifender Unterricht

– Aktivitäten in Funktionsecken

– Arbeiten an Lehrgängen

– Lernen an individuell erstelltem Arbeits- und Anschauungsmaterial

– Projektunterricht